"Beim Barte des Merlin!" - magische Redewendungen verschwinden

veröffentlicht am 17.07.2017

geschrieben von Vulfric Oldbones()

Archiv >> Ausgabe Nummer 144 >> Klatsch und Tratsch >>

Wie neueste Studien ergeben haben, zeigt sich in der Zauberwelt ein ähnlicher Trend, welcher auch in der Muggelwelt zu beobachten ist. Unser Sprachgebrauch ändert sich, wird sozusagen globalisiert. Ein gutes Beispiel hierfür sind Sprichworte und Zitate. Sie verschwinden leider immer mehr aus unserem Leben. Natürlich sind auch heute noch Sprüche im Gebrauch, die jeder kennt, wie zum Beispiel „wer hat Dir denn den Zauberstab verknotet“ oder „bei Merlins Bart“.
Die Benutzung solcher Redewendungen nimmt aber immer mehr ab. Die Gründe hierfür könnten mannigfaltig sein, warum genau das so ist, wird grade von Professor John Oratio ergründet.
Er ist Experte zum Thema alte Schriften und Sprachen und sagte uns hierzu in einem Interview:
J.O.: „Schade das Sprichwörter wie „die vermehren sich wie die Gnome“ oder „der Wichtel ist jetzt auf dem Dach“ verschwinden. Die Menschen neigen immer mehr dazu einfach direkt zu sagen was sie meinen.“
V.O.: „Und das ist Ihrer Meinung nach nicht gut, wie ich vermute?“
J.O.: „Ja. Erstens verflacht die Sprache dadurch, wird langweiliger und zweitens endet das oft mit Fatal. Wie Albus Dumbeldore zu sagen pflegte „Worte sind meiner nicht zu bescheidenen Meinung nach unsere wohl unerschöpflichste Quelle der Magie. Sie können Schmerz sowohl zufügen, als auch lindern“. Kurz gesagt man sollte seine Worte weise wählen.“
Und um solche Sprüche in der Gesellschaft wach zu halten, hat Professor Oratio auch einige Vorschläge, wie er dem Tagespropheten verriet.  Durch einfaches Benutzen der einen oder anderen Redewendung im passenden Moment könnte man Sprichworte aufleben lassen. Leute, die Redewendungen verwenden, werden oft als gebildet angesehen, weil diese eben nicht profan irgendwas heraus plappern, sondern ihre Worte wohl gewählt haben. Ein weiterer positiver Effekt.
Auf unsere Frage, ob man dabei nicht auch was falsch machen kann, erwiderte der Professor:
„Man sollte sich schon sicher sein, was man sagt und nicht wie heutzutage leider oft zu hören ist, Sprichwörter falsch zusammensetzen. Dann erscheint man schnell als etwas dumm“.
Alsein Beispiel aus der Muggelwelt nannte Professor Oratio „Kleider sagen mehr als Worte“ und nannte „schluck Wasserspeier“ als ein solch falsches Sprichwort aus der Zauberwelt.
Auch auf die Frage, woher man die richtigen Sprüche bekommt, hatte er eine passende Antwort.
Man könne vom Zuhören bei Leuten die es „Wissen“ oder durch Nachlesen Sprüche finden. Es gäbe interessante Bücher zu diesem Thema. „Dort finden Sie Sachen wie  „Es ist vom einem Besen hinten runter gefallen“,  „der Wichtel ist jetzt auf dem Dach“ oder „das Feuer brennt, aber der Kessel ist leer“.
Wie sich die Sprache weiter entwickelt „steht wohl in den Sternen“, aber es bleibt zu hoffen, dass „Hopfen und Malz“ noch nicht verloren ist.

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