Wolfsbanntrank weiterentwickelt

veröffentlicht am 15.04.2016

geschrieben von Yara Clancy(Gryffindor)
Bilder von Yara Clancy(Gryffindor)

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Damokles Belby ist es endlich gelungen, den Wolfsbanntrank zu verbessern und damit den Werwölfen Schmerzen und die Verwandlung zu ersparen. 

Die Entwicklung des Wolfsbanntranks – für die der Zauberer Damokles Belby mit dem Merlin-Orden erster Klasse ausgezeichnet wurde – brachte für viele Werwölfe ein wenig Erleichterung. Zwar verhindert der Trank die Verwandlung in einen Werwolf nicht, doch hilft er den Betroffenen ihr menschliches Bewusstsein zu behalten. Auf diese Weise ging die Anzahl an gebissenen Menschen und somit auch die Anzahl neuer Werwölfe deutlich zurück.

Belby reichte seine großartige Leistung jedoch noch nicht aus. Er versuchte stets den komplizierten Zaubertrank weiterzuentwickeln, leider viele Jahre vergeblich. Bis heute. Nun ist der Wolfsbanntrank soweit entwickelt, dass die unheimlich schmerzvolle Verwandlung deutlich harmloser verläuft. Die Werwölfe, die drei Tage vor einer Vollmondnacht mit der Einnahme des Gebräus beginnen und diese regelmäßig, das heißt jeden Tag bis Eintreten des Vollmondes, fortführen, behalten nicht nur ihr menschliches Bewusstsein; sie verspüren zum Zeitpunkt der Verwandlung auch keine Schmerzen mehr. Allein diese positive Neuigkeit wird viele Werwölfe in Freude versetzen. Doch Belby hat noch mehr vollbracht. Anstatt die Gestalt eines Werwolfs anzunehmen, wachsen den Betroffenen lediglich Haare am gesamten Körper. Diese sind jedoch ohne Probleme durch einen schlichten Zauberspruch zu entfernen. Diese Weiterentwicklung des berühmten Zaubertranks ist eine weitere Meisterleistung des Zauberers, für die er in Kürze erneut mit einem Orden ausgezeichnet werden soll. Doch Belby will davon nichts wissen und verweist auf einen anderen jungen Zauberer, welcher ihm bei seinen Experimenten am Wolfsbanntrank zur Seite gestanden hat.

Wolf vor Vollmond und einem brodelnden Kessel

In einem Interview verkündete Belby, dass Ted Lupin diese Auszeichnung erhalten solle, da dieser an den Experimenten teilgenommen habe, Werwölfe ausfindig machte, die sich bereit erklärten die neuen Trankversionen zu testen sowie ermüdende und anstrengende Reisen auf sich nahm, um seltene Trankzutaten zu besorgen. Zudem, so Belby, habe Lupin auch die Schlüsselzutat ausfindig gemacht, die den Wolfsbanntrank nahezu perfektioniere. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Werwolf-Dasein von Remus Lupin – Teds verstorbenem Vater - und dem großen Eifer und Forschungsinteresse des jungen Zauberers besteht, wollte Belby nicht verraten. Dies sei privater Natur und sollte wenn nur von Lupin selbst kommentiert werden, so Belby. Lupin stand für ein Interview jedoch noch nicht zur Verfügung und befindet sich laut seines Patenonkels Harry Potter zurzeit im Urlaub mit seiner Verlobten Victoire Weasley. Angaben über den genauen Urlaubsort wollte Potter nicht machen und aufgrund von Lupins Metamorphmagusfähigkeit ist es eher unwahrscheinlich ihn ausfindig zu machen. 

Die Weiterentwicklung des Wolfsbanntrankes, welche Belby und Lupin erreichten, wird vielen Werwölfen zu einem friedvolleren Leben verhelfen. Jedoch rät Belby Betroffenen davon ab den Trank selbst zu brauen, wenn keine mehrjährige Erfahrung im Brauen von komplizierten Zaubertränken vorhanden ist. Denn ein Fehler im Brauen kann schwerwiegende Folgen haben. „Stellen Sie sich vor, ein Werwolf nimmt einen fehlerhaft gebrauten Wolfsbanntrank ein und fühlt sich sicher genug, um die Vollmondnacht im Kreise seiner Familie zu verbringen! Die Folgen wären nicht auszudenken!“, so Belbys warnende Worte. Schon vor der Weiterentwicklung waren nur wenige Zauberer dazu fähig, diesen Trank zuzubereiten. Darunter auch der bekannte, verstorbene Lehrer für Zaubertrankkunde Severus Snape. Heute sind Belby und Lupin wohl nahezu die Einzigen, die den Trank ohne weiteres brauen können. Doch auch für dieses Problem hat Belby schon eine Lösung parat. „Ted und ich überlegen, in ein paar Wochen Seminare für Werwölfe zu starten, wo wir ihnen das Brauen des Tranks beibringen. Allerdings werden einige Kosten dafür anfallen, da manche Zutaten kostspielig und schwer zu bekommen sind.“

Wegen der hohen Kosten und dem Seltenheitsgrad mancher Zaubertrankzutaten planen Belby und Lupin ihre Forschung und Entwicklung des Zaubertrankes fortzuführen, um den Wolfsbanntrank den oftmals noch sozial benachteiligten Werwölfen erschwinglich zu machen.

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