Neuer Zauber per Zufall von Hogwarts-Schüler entdeckt

veröffentlicht am 15.07.2014

geschrieben von cori(Slytherin)
Bilder von Minette(Ravenclaw)

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Wie uns vorgestern inoffiziell mitgeteilt wurde, soll ein Hogwarts-Schüler zufällig einen neuen Zauber entdeckt haben, welcher die Gesetze der Magie in Frage stellt.
Das Hogwarts-Schüler manchmal neue Zauber ersinnen, ist ja bei näherer Betrachtung nichts Neues. Denn es gibt einige Zaubersprüche, welche von Hogwarts-Schülern entwickelt wurden. Zum Beispiel die umstrittenen Angriffs-Zaubersprüche: Sectumsempra und Levicorpus sind so entstanden.

Was aber ist nun das Besondere an diesem zufällig entdeckten Zauber?
Um diese Frage zu klären, hat sich unser Reporter Cajus Zauberfeder auf den Weg nach Hogwarts gemacht.
Als er der Schulleitung sein Anliegen vortrug, wurde er an Professor Flitwick, den Zauberkunstlehrer verwiesen. Dieser erklärte sich freundlicherweise bereit, die Fragen unseres Reporters zu beantworten.

Es soll sich bei dem neuen Zauber um eine Mischform von zwei bekannten Zaubern handeln. Wie Professor Flitwick erläuterte, passierte die Entdeckung des neuen Zauberspruchs am Anreisetag der Hogwarts-Schüler. Ein Schüler sollte nach den Ferien, welche er bei seinen entfernt lebenden Großeltern verbrachte, mit dem Fahrenden Ritter nach Hogwarts zurückkehren. Als er am frühen Morgen mit seinem Schrankkoffer und dem restlichen Gepäck die steile Treppe hinuntergehen wollte, waren noch keine Fackeln im Flur angezündet. Damit er nicht stolpert, wollte er mit Lumos seinen Weg erhellen. Gleichzeitig dachte er schon an den Transportzauber Locomotor, um seine schweren Koffer die Treppe hinunter schweben zu lassen. Gerade als er Lu sagte, musste er niesen. Da er schon in Gedanken beim nächsten Zauber war, beendete er den Spruch mit motor. Dann kam es zu einem interessanten Geschehen. Das Gepäck schwebte in einer leuchtenden Wolke die Treppe herunter. Gleich nach seiner Ankunft in Hogwarts erzählte der Schüler Professor Flitwick davon.

Wie unser Reporter auf Nachfrage erfuhr, hat Prof. Flitwick gleich mit Priori Incantatem den Zauberstab des Schülers belegt. Dieser enthüllte den ungewöhnlichen Zauberspruch Lu-hatschi-motor.
Daraufhin wurde die Abteilung für Experimentelle Zauberei im Ministerium von dieser Entdeckung informiert. Es wurde ja bisher unter Zauberexperten die Meinung vertreten, dass falsch ausgeführte Zauber, z.B. durch Versprecher, zu unerwarteten Zaubern führen können, aber nicht zu Vermischungen.

Als das Ministerium von dieser Neuerung erfuhr, wurden gleich zwei Experten der Abteilung für Experimentelle Zauberei nach Hogwarts entsandt.
Gemeinsam mit Prof. Flitwick wurde der ganze Hergang noch einmal rekonstruiert. Dann gab es gemeinsame Versuche mit dem gleichen Zauberspruchmix. Aber den Experten fiel es nicht leicht, den neuen Zauberspruch anzuwenden. Erst mit viel Übung konnte ein Mitarbeiter erste Ansätze zu diesem Zauber erreichen. Es gab eine leuchtende Wolke oder die Koffer zuckten. Vielleicht kann der gesamte Zauber bei stetiger Übung gelingen, aber der gedankliche Ablauf bei diesem Zauber ist sehr schwer.

Ob es die Möglichkeit der Vermischung von zwei Zaubern auch bei anderen Sprüchen gibt und ob dies wirklich sinnvoll ist, das soll bald erforscht werden. Schließlich könnte von dieser Art der Zauberei auch eine Gefahr ausgehen.

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