Barnabas Cuffe entführt

veröffentlicht am 24.12.2011

geschrieben von Guen Schillerschuppe(Hufflepuff)
Bilder von Guen Schillerschuppe(Hufflepuff)

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London.
Barnabas Cuffe, der mittlerweile im Ruhestand befindliche langjährige Chefredakteur des Tagespropheten, ist in der vorigen Nacht aus seinem Haus im Londoner Stadtteil Islington entführt worden. Bisher haben die Entführer noch keinerlei Forderungen gestellt. Über die genauen Umstände und den Stand der sofort eingeleiteten Ermittlungen durch das Auroren-Büro darf an dieser Stelle zur Sicherheit aller Beteiligten nichts bekannt gegeben werden.

 

Barnabas Cuffee


Cuffes direkte Nachfolger jerome bennings und RonRon äußerten sich bestürzt über den Vorfall. „Zum einen fühlen wir mit unserem ehemaligen Kollegen und hoffen, dass es ihm gut geht. Da die Entführung aber zeitlich genau mit dem Fehler an unserer Druckmaschine zusammenfällt, machen wir uns natürlich auch Gedanken über einen möglichen Zusammenhang beider Ereignisse“, so RonRon, Teil des aktuellen Chefredakteur-Duos des Tagespropheten.
Zieht man in Betracht, dass die Untersuchung über das Verhalten des Tagespropheten unter Minister Thicknesse, die gerade abgeschlossen wurde, in manchen Bevölkerungsschichten hohe Wellen geschlagen hat, so lässt sich nicht ausschließen, dass es sich bei der Entführung um eine Art Selbstjustiz handelt.
Barnabas Cuffe hatte als Chefredakteur die einseitige und falsche Berichterstattung unter Pius Thicknesse mitgetragen. Obwohl im Verfahren der Tagesprophet in allen Punkten entlastet wurde, sehen doch manche ein schuldhaftes Versagen von seiner Seite. Es soll jedoch in diesem Zusammenhang daran erinnert werden, dass zu jener Zeit eine allgemeine Atmosphäre der Furcht die ganze Zaubererwelt im Griff hielt, die vor allem dadurch ausgelöst wurde, dass man nicht ohne Grund überall Spione Lord Voldemorts vermutete.
Keine Zaubererzeitung kann von sich behaupten, damals völlig objektiv berichtet zu haben. Betrachtet man das Schicksal von Xenophilius Lovegood, dem Herausgeber des Klitterers, so wird klar, welche Zwänge zu jener Zeit auf Chefredakteuren lasteten.
Ob die Entführung Barnabas Cuffes Auswirkungen auf die weitere Berichterstattung des Tagespropheten haben wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die bedauerlichen Ereignisse der letzten Zeit Teil einer gezielten Aktion gegen den Tagespropheten sind, so muss die Redaktion in Betracht ziehen, die Herausgabe der Zeitung einzustellen.
„Wir werden nicht riskieren, dass uns oder unseren Mitarbeitern etwas geschieht“, so jerome bennings, zusammen mit RonRon Chefredakteur des Tagespropheten, „Auch wenn wir es ungern tun: Wenn die Ermittlungen ergeben sollten, dass es sich bei den Vorfällen um gezielte Anschläge handelt, so sehen wir uns gezwungen, die Arbeit bis auf Weiteres einzustellen.“

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