Hexe bei Besenunfall schwer verletzt

veröffentlicht am 11.09.2007

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HAMBURG – Bei der Kollision eines Besen mit einem Fluggerät der Muggel wurden drei Menschen verletzt. Der Besen flog viel zu hoch und zu schnell. Am Montag kam es zu einem schrecklichen Unfall, bei dem eine Hexe schwer, sowie zwei Muggel leicht verletzt wurden. Ursache war ein defekter Besen, der, als die Hexe Milena H. mit ihm von Hamburg in einen Vorort fliegen wollte, mehrere Kilometer über dem Erdboden mit hoher Geschwindigkeit mit einem Hubschrauber* zusammenstieß.
Sie prallte zunächst mit dem Besenstiel frontal gegen die Scheibe des Hubschraubers und wurde dann gegen die Rotoren geschleudert. Der Besen verfing sich im Heckrotor, der sich am Ende des Hubschraubers befindet und zur Steuerung dient.
Die daraus folgenden Schäden an Rotor und Heckrotor verursachten das Abstürzen des Hubschraubers. Nur einer zufällig am Absturzort befindlichen Zaubererfamilie ist es zu verdanken, dass nichts schlimmeres passiert ist, denn sie konnten den Fall der Hexe und des Hubschraubers abfangen und sofort das Zaubereiministerium und St. Mungo informieren.
Milena H. erlitt einen Schädelbasisbruch und eine tiefe Schnittwunde in der Seite durch den Zusammenprall mit einem der drehenden Rotorblätter. Zudem einige Knochenbrüche (vor allem an den Rippen) und Prellungen.
Sie befindet sich in intensiver Behandlung in St. Mungo, liegt jedoch seit dem Unfall im Koma. Es ist noch nicht sicher, ob sie diese schweren Verletzungen überleben wird. Den beiden Piloten gelang durch ihr fliegerisches Geschick und die Hilfe der Zaubererfamilie eine Notlandung. Sie erlitten nur einige Frakturen und Prellungen.
Größer war der Schock, doch nachdem ihr Gedächtnis verändert wurde – sie erinnern sich jetzt nur an einen technischen Fehler der Steuerung – konnten sie aus St. Mungo entlassen werden. Für die Muggel handelt es sich somit um einen „gewöhnlichen“ Hubschrauberabsturz, doch für die magische Gemeinschaft steckt mehr dahinter:
Da niemand mehrere Kilometer auf einem viel zu schnellen Besen fliegt, vermutet man inzwischen starke Schäden am Besen. Es handelt sich um ein Model der Marke „Fly-high“, einem deutschen Billig-Flug-Besenhersteller, dem bereits des Öfteren starke Sicherheitsmängel an seinen Besen nachgewiesen wurden.
Ob es jedoch tatsächlich ein Defekt am Besen war der Milena H. in diese schlimme Lage gebracht hat, wird noch untersucht. „Falls es sich wirklich um den Fehler von „Fly-high“ handelt, wird diese Marke endgültig aus dem Verkehr gezogen, das versichere ich Ihnen!“, sagte der aufgebrachte Leiter des Besenregulationskontrollamtes, nach einem offenbar schlecht verlaufenen Gespräch mit dem Chef von „Fly-high“.
Der Tagesprophet bittet alle Besitzer eines „Fly-high“-Besens äußert vorsichtig zu sein! Über neue Erkenntnisse bezüglich dieser Besen, sowie den Zustand von Milena H. wird weiter berichtet.

* Hubschrauber sind Fluggeräte der Muggel, die sich mittels über dem Passagierraum befindlichen, drehenden Rotorblättern in der Luft halten (siehe Bild).


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