B.E.L.F.E.R. - Sichtweisen

veröffentlicht am 11.09.2007

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Würden sich die jahrelang von Hexen und Zauberern unterdrückten Geschöpfe helfen lassen? Hauselfen (engl. House-Elf) sind kleine magische Geschöpfe mit fledermausähnlichen Ohren, grünlichen sehr großen Augen, einer auffällig großen Nase und einer piepsigen Stimme. Sie beherrschen eine eigene, machtvolle Art stabloser Magie. Da sie aber seit jeher von den Zauberern zu Zwecken der Sauberhaltung und Hausarbeit unterworfen sind, wenden sie Magie nur zur Erfüllung der von ihren Herren befohlenen Aufgaben an. Hauselfen sind durch einen magischen Kontrakt an ihre Herren gebunden. Sie können diesen nur durch den Tod oder die unehrenhafte Entlassung auflösen. Letzteres geschieht durch den Empfang von Kleidung durch ihren Herrn, da Hauselfen als Zeichen ihrer Versklavung keine Kleidung tragen dürfen. Die meisten Elfen wollen jedoch gar nicht befreit werden und empfinden dies sogar als Bestrafung. Als Zeichen ihres Sklavenstandes, sind das einzige was Hauselfen tragen dürfen, schäbige Stofffetzen. Ein weiterer Ausdruck ihrer eigenen Zweitklassigkeit ist, dass Hauselfen es nicht wagen, selbstbewusst von sich selbst zu sprechen. Wann immer sie im Gespräch ihre eigene Person erwähnen, reden sie von sich in der dritten Person.
Statt »Ich darf nicht ...« heißt es zum Beispiel »Kreacher darf nicht ...«. Für gewöhnlich dienen sie unbezahlt in alten, reichen Reinblutfamilien, denen sie vom Amt für die Neuzuteilung von Hauselfen im Zauberministerium zugewiesen werden. Einer der größten Arbeitsplätze für Hauselfen ist jedoch die Zauberschule Hogwarts. Der bisher einzige bekannte Elf, der froh über seine Freiheit ist (die er durch niemand geringeren erlangte, als durch "Den Jungen der überlebte" Harry Potter), ist der Hauself namens Dobby, der nun seit vier Jahren in der Küche von Hogwarts als bezahlter Angestellter tätig ist. Ihm gehe es hier viel besser als in der Zaubererfamilie in der er früher gelebt hat, berichtet Dobby in einem Interview. Bei diesen Worten wird jedoch klar, dass es ihm immer noch schwer fällt, schlecht von seiner alten Familie zu sprechen, da er sich in diesem Moment an den Kopf fasst und kurz davor ist gegen den Tisch zu rennen. „Die anderen Hauselfen hier finden es ehrlos und peinlich, dass Dobby sich für seine Arbeit bezahlen lässt. Dobby hat es längst aufgegeben sie zu überzeugen auch zu Professor Dumbledore zu gehen und ihn um Lohn zu bitten“, erklärt Dobby. Professor Dumbledore (ehemaliger Schulleiter der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, Orden der Merlin, Erster Klasse, Großz., Hexenmst., Ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberer) sagte zu dieser Angelegenheit, er würde sich über jeden weiteren Hauselfen freuen, der zu ihm kommt, um für seine Arbeit bezahlt zu werden. In einer Umfrage ergab sich jedoch kürzlich, dass 98% der befragten Hexen und Zauberer gegen eine allgemeine Befreiungsfront der Hauselfen wären. Der Zaubereiminister selbst sagte: „Warum sollte ich mich gegen den Willen der Hauselfen für sie einsetzen?“ Nur 2% waren für die Bezahlung der Hauselfen. „Jeder hat ein Recht auf Freiheit, auch die Hauselfen! Ich werde mich dafür einsetzen!“, sagte Hermine Granger, Schülerin an der Hogwarts-Schule.
Es besteht also nur eine sehr geringe Chance für die Befreiung der Hauselfen, sofern diese nicht für ihre Rechte kämpfen.

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