Erneuter Skandal in Gringotts - Gefälschte Galleonen im Umlauf (Teil 1)

veröffentlicht am 19.07.2007

geschrieben von sonnenschein9(Gryffindor)

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Nach dem Einbruch in Gringotts – der Tagesprophet berichtete – gab es erneut einen Zwischenfall, den das Ministerium erst heute öffentlich bekannt gegeben hat.
Als vor drei Monaten Florean Fortescue Gringotts betrat, um seine Tageseinnahmen einzuzahlen, waren dem Kobold Unstimmigkeiten bei den Galleonen aufgefallen. Diese hatten statt einer Prägenummer lediglich ein Datum und eine Uhrzeit auf dem Rand. Schnell war klar, dass sie gefälscht waren.


Das Ministerium wurde sofort eingeschaltet. Aus ermittlungstechnischen Gründen – wie es nun hieß – wurde dieser Vorfall nicht sofort bekannt, denn die jeweiligen Hexen und Zauberer waren schon seit längerem hinter den Tätern her.
Nun, beinahe drei Monate später, ist der Fall aufgeklärt worden.
Die Hexen und Zauberer der Abteilung Magische Aufklärung arbeiteten Tag und Nacht, als plötzlich eine Hexe ins Zaubereiministerium stürmte.
„Ich habe ihn gesehen“, meinte sie ganz aufgeregt.
Fiona MacFee arbeitete als Kellnerin im Tropfenden Kessel, als ein Gast mit einer gefälschten Münze bezahlte. Nur dank ihrer detaillierten Beschreibung sei es der Abteilung Magische Aufklärung gelungen, die entscheidenden Hinweise zu einer erfolgreichen Spur zusammenzufügen.


Der Täter Andrew Anderson gab zu, dass ihnen Verlustängste aufgrund seiner Arbeitslosigkeit dazu genötigt haben. Er wollte seiner Frau nicht sagen, dass sie ihren hohen Lebensstandard und ihr Prestigegefühl nun erst einmal los seien.
„Sie hätte mich verlassen und ich liebe sie doch so sehr.“
Aus diesem Grund hat er sich eine Apparatur gebastelt und seine eigenen Münzen geprägt.
„Es war schwierig, die Nummer genauso zufällig aussehen zu lassen, wie es die Prägenummer den Anschein hat, also habe ich einfach das Datum und die Uhrzeit genommen. Es kam ungefähr hin und war optisch dem Original ebenbürtig.“


Das mildert aber den Skandal hinter dieser Geschichte nicht im mindesten, denn Andrew Anderson gab an, seine ersten Münzen schon vor knapp einem halben Jahr hergestellt zu haben, da er in dem Monat fristlos gekündigt wurde. Die Ironie an dieser Geschichte: Er wurde entlassen, da er den teuersten Champagner aus dem Laden seines Chefs stahl.
„Dafür wollte ich kein Geld ausgeben, aber meine Frau liebt dieses Gesöff und es war unser Hochzeitstag, an dem ich mir etwas besonderes ausdenken wollte.“
Ein bittere Beigeschmack bleibt. Dem Chef der Bank Gringotts ist es nun als Aufgabe gestellt, für Ordnung in seinen Reihen zu sorgen. Vielleicht sollte über ein anderes Arbeitssystem und eine andere Vergütung nachgedacht werden, denn immerhin waren die gefälschten Münzen drei Monate unbeachtet im Umlauf geblieben.


Sie sollten ihre Galleonen also mal auf Echtheit prüfen. Können Sie aus der Nummer am Rand der Münze ein Datum erkennen, sollten Sie diese Münze umgehend zur Bank zurückbringen. In den Verliesen sind die gefälschten Münzen auf Kosten der Bank ausgewechselt worden, allerdings werden Ihnen die anderen wohl nicht ersetzt, denn Andrew Anderson hat mittlerweile 5000 Galleonen Schulden, die wohl auf ewig bestehen bleiben.

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