Verschwundene Bücher bei Feebay verkauft!

veröffentlicht am 07.05.2007

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Verschwundene Bücher bei FeeBay verkauft – Verdächtiger festgenommen

Wie wir in der letzten Ausgabe berichteten, führte die Aussage des verdächtigen Kunstsammlers R. Volpone im Fall der verschwundenen Bände des Unsichtbaren Buchs der Unsichtbarkeit aus der Buchhandlung Flourish & Blotts direkt zum Floh-Auktionshaus FeeBay, über das dieser das bei ihm gefundene Exemplar erworben haben wollte. Gestern durchsuchten die Ermittler in diesem Fall die Zentrale des Auktionshauses nach Hinweisen auf den Verkäufer, über den Mr. Volpone keine Aussage machen konnte, da er ihn noch nie gesehen hatte.
Aus den Akten bei FeeBay ließ sich schnell der Deckname des Anbieters ermitteln: Bindrich Biede. Eine Person dieses Namens konnte jedoch nicht gefunden werden. Doch die Angestellten des Auktionshauses vermochten eine recht genaue Beschreibung zu liefern. Diese wiederum ließ die Ermittler aufhorchen: Als sie das Verschwinden der Bücher damals in Flourish & Blotts untersuchten, hatte sich eine Zeugin gemeldet, die einen verdächtigen Mann beobachtete hatte. Sie beschrieb ihn ganz ähnlich:
„Es war ein junger Mann, vielleicht Mitte 20. Er hatte dunkles Haar und graue Augen. Die lugten unter seiner Kapuze hervor. Er trug nämlich die Kapuze seiner etwas zu großen Robe, obwohl es sehr warm war. Was aber merkwürdig an ihm war, ist Folgendes: Er tat so, als würde er eine große Last tragen. Er imitierte das perfekt, hielt den Kopf hoch, als würde er, was immer er trug, mit seinem Kinn halten. Seine Lippen waren vor Anstrengung ganz zusammengepresst und die Adern an seinen Händen und Unterarmen traten deutlich hervor. Das Verwunderliche war, dass er gar nichts in den Händen hatte. Ich meine, seine Finger sahen so aus, als hielten sie irgendwas fest umklammert, aber da war nichts, absolut nichts!“

Die Ermittler erstellten nach beiden Beschreibungen ein Phantombild. Ein gewisser Mundungus Flechter, der zu jener Zeit gerade selbst zu einer Aussage ins Ministerium geladen worden war, konnte den Mann auf dem Bild zweifelsfrei als seinen alten Freund Agalstar Phex identifizieren. „Mr. Phex hat es offenbar geschafft, die Bücher bereits kurz nach ihrer Anlieferung zu stehlen. Er stahl etwas, dass nicht zu sehen war, weshalb er sicher sein konnte, dass es auch nicht so bald vermisst werden würde. Ein absolut genialer Coup“, musste selbst der leitende Ermittlungsbeamte eingestehen. „Und er konnte fest damit rechnen, dass die Preise für diese seltene Ausgabe über kurz oder lang in die Höhe schnellen würden. Nach dem Dilemma bei Flourish & Blotts hätte keine Buchhandlung mehr Das unsichtbare Buch der Unsichtbarkeit gekauft, der Verlag hätte auch ohne das Urteil die Produktion eingestellt. Ein wohldurchdachter Plan, der allerdings heute aufgeflogen ist.“
A. Phex wurde kurz darauf in seiner Wohnung in London angetroffen und festgenommen. Bei einer Durchsuchung konnte allerdings außer einer schwebenden Staubschicht über dem Schrank nichts Verdächtiges gefunden werden. Erst der hinzu gerufene Alastor Moody konnte unter der Staubschicht auf dem Schrank die restlichen vermissten Bücher ausmachen.
Zu dem Fund befragt, antwortete Mr. Phex nur, er habe diesen noch nie gesehen. Auch unter dem Einfluss von Veritaserum änderte sich seine Aussage nicht, er fügte lediglich den kryptischen Hinweis hinzu, die Wahrheit liege in seinem Namen. Ist Agalstar Phex also vielleicht doch nicht der Täter? Die endgültige Entscheidung darüber ist noch nicht gefällt. Natürlich werden wir exklusiv über neue Entwicklungen in diesem Fall berichten.

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