Zauberer im Irak getötet

veröffentlicht am 17.05.2007

geschrieben von Barbara(Gryffindor)

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Gruppe von Zauberern im Irak bei Selbstmordanschlag getötet

Bagdad (TP)
Bei einem Selbstmordanschlag in der Innenstadt von Bagdad ist am frühen Montagnachmittag eine Gruppe Hexen und Zauberer ums Leben gekommen. Die fünf Kräuterkundler, darunter auch die berühmte Hexe Florena Asterida, die im Irak nach seltenen Wurzeln zur Behandlung des Schnarchens suchten, befanden sich zum Zeitpunkt des Anschlags in einem Straßencafé.
Wie die Muggelpolizei mitteilte, sprengte sich der Attentäter direkt im gut besuchten Café in die Luft. Außer den fünf Hexen und Zauberern kamen noch zwölf Muggel ums Leben, fünfzehn weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Eine Stellungnahme des Zaubereiministeriums liegt bisher, trotz mehrfacher Nachfrage, nicht vor. In der Zaubererschaft diskutiert man nun die Frage, ob eingegriffen werden und Selbstmordattentäter unschädlich gemacht werden sollten.
Wilbert Slinkhard, Autor des Buches Theorie magischer Verteidigung meinte auf Anfrage des Tagespropheten: "Ich sage schon längere Zeit, dass wir die Muggel nicht einfach weiter so gewähren lassen dürfen. Die stürzen sich selbst und auch uns noch in die Katastrophe. Das mit den Selbstmordanschlägen ist doch kein neues Phänomen. Schon seit Jahren bringen sich religiöse Eiferer auf diese Weise um, und reißen Unschuldige mit in den Tod. Wir sollten endlich etwas dagegen tun. Schließlich haben wir die Möglichkeit dazu."
Eine Kollegin der verstorbenen Florena Asterida, die Autorin Phyllida Spore, deren Buch Tausend Zauberkräuter und –pilze als Standardwerk in der Kräuterkunde gilt, meinte:
"Ich bin immer noch fassungslos. Noch letzte Woche habe ich mich mit meiner Freundin Florena zum Tee getroffen. Ich habe ihr damals schon gesagt, sie soll besser nicht in den Irak reisen, weil das zu gefährlich ist. Aber, uns einmischen und Selbstmordattentäter unschädlich machen? Nun, mein lieber Freund, der Zaubereiminister Rufus Scrimgeour sagte vor einiger Zeit, dass wir uns nicht in die Belange der Muggel einmischen sollten. Meiner Meinung nach sollte das Zaubereiministerium eher Reisewarnungen ausgeben. Wir sollten die Muggel in Ruhe lassen, dann besteht auch nicht die Gefahr, von ihnen entdeckt zu werden."
Die sterblichen Überreste der fünf Hexen und Zauberer, deren Bilder im Anschluss an den Artikel abgebildet sind, sind mittlerweile zur Autopsie im St. Mungo eingetroffen.
Der Tagesprophet bittet Sie, liebe Leser, um Ihre Meinung. Sollten wir uns auf magische Weise bei drohenden Anschlägen einmischen oder würde eine Reisewarnung unseren Interessen eher dienen?

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