Unfall oder Mordversuch

veröffentlicht am 07.05.2007

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Tragischer Unfall oder Mordversuch ?
Wassermensch von Zauberer schwer verletzt

Begonnen hat es mit den Vorfällen bei der Quidditch – Weltmeisterschaft, bei denen Muggel Opfer eines Angriffs der Todesser wurden. Nachdem kürzlich die Brockdale – Brücke einstürzte und 12 Autos mit sich riss, häufen sich nun Meldungen von schwarzmagischen Attacken auf die Muggelbevölkerung, aber auch auf in den Augen der Todesser „minderwertige“ Geschöpfe. Müssen wir ihren Gräueltaten nun eine weitere hinzufügen ?

Gestern Abend wurde ein schwer verletzter Wassermensch aufgefunden, der bewusstlos an der Oberfläche des Lake Windermere trieb. Dieser See ist bekanntlich das größte Gewässer Großbritanniens und bietet den Wassermenschen seit vielen Jahrhunderten einen geschützten Lebensraum. Da Wassermenschen nicht an Land überleben können, reisten mehrere Heiler vom St. Mungo – Hospital zum Ort des Geschehens. Bei ihrer Ankunft trafen sie auf eine Gruppe aufgewühlt wirkender Wassermenschen, die ihnen offensichtlich etwas mitteilen wollten. Dies erwies sich als schwierig, da die Heilerinnen und Heiler kein Meerisch sprachen. Herbeigerufene Dolmetscher von der Abteilung zur Führung und Aufsicht Magischer Geschöpfe konnten dieses Problem jedoch innerhalb kürzester Zeit lösen.
Schnell wurde klar, dass der verletzte Meermensch nicht - wie anfangs angenommen - in die Schiffsschraube eines Muggelbootes geraten war, sondern von einem unbekannten Fluch getroffen wurde. Als klein, braunhaarig und männlich wurde der Urheber des Fluches von den Wassermenschen beschrieben. Durch diese und die Aussage einer weiteren Zeugin konnte der Tatverdächtige schließlich von Mrs. Balance und Mr. Stubbornness von der Abteilung für magische Strafverfolgung ausfindig gemacht werden. Unklar ist weiterhin, ob es sich bei diesem Zwischenfall um einen tragischen Unfall oder um einen Mordversuch handelt.

Ersteres wird von dem in Gewahrsam genommenen Zauberer Jack D. seit seiner Verhaftung ohne Unterlass beteuert. Seine überstürzte Entfernung vom Seeufer und die nicht durchgeführte – obwohl dringend benötigte - Hilfeleistung begründete er mit Panik und Schock. Er habe lediglich einen selbstentwickelten Zauber ausprobieren wollen; es hätte keinesfalls in seiner Absicht gelegen, irgendjemandem – ganz gleich ob Mensch, Zauberwesen oder Tierwesen – Schaden zuzufügen. Zu seinen Gunsten spricht, dass er nicht vorbestraft ist. Ob eine Verbindung zu den Todessern und damit zu Sie – wissen – schon – wem besteht, wird zur Stunde in einer Anhörung vor dem Zaubergamot geprüft, welche jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Wir werden Sie jedoch beim Eintreffen neuer Nachrichten unverzüglich informieren.

Nachsatz: Wie wir soeben erfahren, wurde Jack D. im Anklagepunkt des versuchten Mordes freigesprochen, da er die Mitglieder des Zaubergamot davon überzeugen konnte, dass es sich wirklich „nur“ um ein missglücktes Experiment gehandelt habe. Er wurde allerdings zur Zahlung von Schmerzensgeld und einer Geldstrafe für die fahrlässige Nutzung von Magie verurteilt. Die Gesamtsumme beläuft sich auf 180 Galleonen und kommt der Säuberung und Wiederherstellung des Seeabschnitts zugute, der durch die Freizeitaktivitäten einiger rücksichtsloser Muggel und ihrem Abfall stark geschädigt worden ist.

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