HP-FC Lexikon

Hier könnt ihr Begriffe aus der Zauberwelt von Harry Potter nachschlagen.
Wenn ihr noch nicht alle Bücher kennt, ist aber Vorsicht angeraten, damit ihr euch die Spannung nicht verderbt!
Wenn ihr Begriffe vermisst, wendet euch an die Bibliothekarinnen (loinasa@hp-fc.de, milerna@hp-fc.de). Sie stöbern ja ständig in der verbotenen Abteilung der Bibliothek herum und helfen bestimmt.

Beispiel: Ihr sucht nach Professor Flitwick, wisst aber nicht, wie er geschrieben wird. Das macht gar nichts: Suche einfach nur nach einem Teil seines Namens. Also nach Flit, wick oder prof …


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Böser Blick



In den HP-Bänden wird der Böse Blick in Zusammenhang mit Frank Bryce, dem Gärtner der Familie Riddle, gebracht. Die Dorfbewohner von Little Hangleton sind sich sicher, dass er ihn hat. Sie fühlen sich wohl dadurch bestätigt, dass es keine klar ersichtliche Todesursache für die drei Riddles gibt und die Leichname wie zu Tode erschrocken aussehen.
In der Zauberwelt taucht der Böse Blick ebenfalls auf, zum Beispiel wenn Harry und seine Freunde, Ron Weasley und Hermine Granger, Draco Malfoy und dessen Kumpanen Crabbe und Goyle begegnen oder wenn sich die zwei Erzfeinde Sirius Black und Severus Snape einander gegenüberstehen. Allerdings bewirken die Blicke selbst nie einen Zauber oder Schaden.
Bei Voldemorts zweitem Aufstieg erfährt man von vielen Scharlatanen, die nutzlose Amulette verkaufen, und höchstwahrscheinlich sollten einige davon auch vor dem Bösen Blick schützen.

Der „Böse Blick“ ist angeblich ein Zauber, der direkt von den Augen ausgeht und dem Angesehenen schadet. Die Angst vor dem „Bösen Blick“ ist weltweit verbreitet, in verschiedenen Kulturkreisen bekannt und anscheinend jeweils eigenständig entstanden.
Die ersten Aufzeichnungen fand man bereits auf Keilschrifttafeln, die 3000 J. v. Chr. beschrieben wurden. Die früheren Gelehrten kannten nicht die genaue Funktionsweise des menschlichen Auges und so hatte der Glaube an den Bösen Blick freie Bahn. Die Fähigkeit, einen solchen Blick zu werfen, wurde in den vielen Jahren immer wieder anderen Dingen zugeschrieben, zum Beispiel körperlichen Missbildungen, verschieden aussehenden Augen, roten Haaren und ähnlichem.
Vor allem im Mittelalter wurde der Böse Blick vor allem alten Frauen zugeschrieben, Hexen oder Menschen mit einer besonders seltenen Augenfarbe.
Außerdem gibt es die Vorstellungen, dass die Fähigkeit des bösen Blicks erst durch bestimmte falsche Verhaltensformen oder durch Neid erworben werden kann.

Genauso, wie es viele Möglichkeiten, den Blick zu erwerben oder eine Person, die den Bösen Blick trägt, zu erkennen, gibt, existieren mehrere Varianten, sich davor zu schützen. Je nach Kulturkreis entwickelten sich verschiedene Schutzzeichen, am weitesten verbreitet sind unterschiedliche Gesten, die den Blick abwehren sollen. Heutzutage auch sehr bekannt ist das „Blaue Auge“, das Nazar, das viele Touristen aus orientalischen Ländern mitbringen. Man kann es gegenüber von Türen hängen, so dass es jeden Eintretenden „sieht“, aber auch in Form von Schmuck an sich tragen. Ebenso verhält es sich in Mitteleuropa mit Hufeisen oder – wiederum weltweit verbreitet, dem entsprechenden Kulturkreis angepasst – mit Segenssprüchen, die auf Hauswänden stehen.
Die Tradition, dass die Braut einen Schleier trägt, leitet sich von der Angst vor dem Bösen Blick ab, ebenso das über die Türschwelle tragen, das vor Unfruchtbarkeit schützen soll, falls jemand den Bösen Blick auf den Boden geworfen hat.

Weder in der Zauberwelt noch in der Muggelwelt gibt es einen stichhaltigen Beweis, der den Bösen Blick mit einem Schadensfall in Verbindung bringt.

Autor: Caxirta (Ravenclaw)

Quellen:
Harry Potter und der Stein der Weisen, Kapitel: „Duell um Mitternacht“.
Harry Potter und der Feuerkelch, Kapitel: „Das Haus der Riddles" und „Die Wege trennen sich“
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6ser_Blick
http://www.bathory.biz/infos/lexikon/inhalte/b.html