Winterleid
Die Weihnachtszeit ist nun gekommen,
Mir wurd' der Halt im Wald genommen.
Nun steh' ich in der warmen Stube,
Geschmückt werd ich von einem Bube.
Mein Aussehen hat sich sehr gewandelt,
Ich weiß nicht, um was es sich handelt
Doch glänze ich ganz wunderbar,
An mir hängt was wie Engelshaar.
Auch Lichter schmücken jetzt mein Kleid,
Im Wald gäbe das sicher Neid,
Doch hier im Haus der Menschenleute
Ist das wohl ganz normal für heute.
Doch ist mir hier schon viel zu warm,
Die Hitze fügt mir zu viel Harm.
Die Nadeln fangen an zu wackeln,
Sie fühl'n sich heiß an, so wie Fackeln.
Als endlich ist die Zeit vorbei,
Vom Schmuck ich bin nun wieder frei
Und liege draußen auf dem Rasen,
Der Schnee fegt fort die Hitzeblasen.

