

Die Herkunft von Godric Gryffindor umgibt ein Geheimnis, das er selber nie lüften wollte. Bis heute sind nur folgende Dinge bekannt.
Godric wurde ungefähr 900 nach Christus in den schottischen Highlands geboren. Dort soll es eine durch Zauberkunst geschützte Höhle geben, die nur seine Nachfahren und deren engste Freunde kennen. Sie wird im allgemeinen Godric's Hollow genannt.
Die raue Umgebung, in der er aufwuchs, konfrontierte ihn schon früh mit Gefahren, denen er sich mutig unterzog. Bald machte er sich nicht nur in Zauberwelt einen Namen als einer, der allen in Not tapfer zur Seite steht. Er verteidigte auch Muggel-Dörfer gegen wilde Tiere und Zauberwesen, die die Bewohner bedrohten.
Sein Leben war überaus ereignisreich. Noch heute werden viele Geschichten erzählt, die von den Taten Gryffindors berichten.
Besonders
berühmt ist folgendes Ereignis, das dem damals 20-jährigen Godric großen Ruhm
einbrachte.
In der Einsamkeit der schottischen Highlands lag ein ruhiges Dorf, in dem ein
sehr alter Zauberer namens Unauwen lebte. Die übrigen Bewohner, allesamt Muggel,
wussten nichts von seinen magischen Fähigkeiten, die auf Grund des Alters auch
langsam zu schwinden begannen. Einem alter Feind von Unauwen kam dies zu Ohren,
und er wollte den ungeliebten Rivalen endlich vernichten. Die Gründe für diese
Rivalität sind nicht überliefert. Fest steht jedoch, dass dieser Feind von der
Dunklen Seite kam und nicht scheute, Unschuldige zu quälen und zu töten.
Er setzte das gesamte Dorf mit einer Familie von wilden Welsh Green unter
Druck. Der alte Unauwen litt am meisten darunter, dass nicht nur er sondern alle
seine Freunde von seinem Widersacher bedroht wurden, und er nichts daran ändern
konnte.
Godric, der sich auf einem seiner Streifzüge durch das Land befand, hörte
davon und rettete das Dorf vor dem sicheren Untergang. Er kam gerade im rechten
Augenblick, denn die Drachen hatten mit ihrem Feueratem schon fast alle Gebäude
niedergebrannt und begannen auf Menschen loszugehen. Dank Gryffindors beherztem
Eingreifen kam kein Mensch zu Schaden.
Der alter Zauberer war sehr dankbar, dass sein Dorf gerettet war. Zum
Zeichen dafür wollte er Godric ein Geschenk machen und führte ihn in die Hügel.
Nach einem langen Marsch standen sie vor einem großen Fels, in dem ein langes
juwelenbesetztes Schwert steckte. "Nur ein Zauberer mit einem reinen Herzen
und einem aufrichtigen Geist kann dieses Schwert aus dem Felsen ziehen."
Godric packte den Griff mit beiden Händen und zog mit aller Macht. Doch zu
seiner Verwunderung glitt das Schwert ganz leicht aus dem harten Gestein.
Unauwen nahm ihn bei den Schultern und sah ihn ernst an: "Du bist für
dieses Schwert bestimmt. Aber setze es immer nur zum Guten ein. Wenn du es
hinterlistig und unaufrichtig gegen Wehrlose oder gar gegen deine Freunde
richtest, wird es alle Kraft verlieren und dir ewig Unglück bringen." Mit
seiner letzten Zauberkraft gravierte er den Namen Godric Gryffindor auf die
Klinge. "Hüte dieses Schwert gut und achte darauf, dass es auch nach
deinem Tode nicht in die falschen Hände fällt. Es ist sehr kostbar und eine
unfehlbare Waffe gegen das Böse." Er lächelte milde. "Ich wüsche
dir viel Glück, mein Junge." Godric wollte das großzügige Geschenk zurückweisen.
Doch er erkannte, um wie viel besser er damit anderen helfen konnte, und nahm
dankend an.

"Der
Sprechende Hut ... lag auf einem Wandbord. Neben ihm stand eine Glasvitrine mit
einem prachtvollen silbernen Schwert, in dessen Griff große Rubine eingelassen
waren, und Harry erkannte, dass es das Schwert war, das er selbst im zweiten
Jahr aus dem Sprechenden Hut gezogen hatte. Einst hatte es Godric Gryffindor gehört,
dem Begründer des Hauses, zu dem Harry gehörte."
(aus: J.K. Rowling „Harry Potter und der Feuerkelch“)
Nach diesem Ereignis war der Name Gryffindor berühmt. Godric, der sich nichts aus Ruhm und Ehre machte, sondern einfach nur helfen wollte, verließ seine Heimat und bereiste die ganze Welt.
Eine seiner Reisen führte ihn
nach Afrika. Dort gab es einen Löwen, dessen Fell ihn vor jeder noch so mächtigen
Waffe schützte. Eine dunkle Zauberin hatte ihn gegen Menschen aufgehetzt, die
er nun jagte und tötete.
Gryffindor nahm die Herausforderung an. Doch bei dieser Aufgabe konnte ihm sein
Schwert, mit dem er bislang alle Gefahren gemeistert hatte, nicht nützen. Er
legte es ab, damit es ihn nicht behinderte, und übergab es einem treuen Freund.
Jetzt trug er nur noch seinen Zauberstab. Er begab sich in die Nähe der Löwenhöhle.
Geduldig harrte er in einem Versteck aus, bis der Löwe auftauchte.
Godric zauberte einen Käfig um ihn herum, den der Löwe sofort zerstörte. Nun
zeigte Gryffindor sich. Er trat hervor und transfigurierte das Gras zu seinen Füßen
in eine hohe Mauer, die der Löwe jedoch gleich übersprang. Nun ging der Löwe
zum Angriff über. Aber Gryffindor war so wachsam, dass er rechtzeitig zur Seite
springen konnte. Der Löwe lief ins Leere.
Lange versuchten die Gegner, einander unter Kontrolle zu bekommen, was keinem
gelang. Zu guter Letzt zerbrach Godrics Zauberstab. Nun war er völlig
unbewaffnet. Doch auch jetzt stellte er sich dem Löwen furchtlos entgegen. Der
Löwe kam langsam und bedrohlich näher. Seine Muskeln spannte sich zum Angriff.
Er setzte zum Sprung an. Auch Godric bereitete sich vor.
Doch der Löwe entspannte sich plötzlich, ebenso wie sein Kontrahent. Sie
hatten einander in die Augen gesehen und dort gegenseitigen Respekt vor dem
anderen und Unerschrockenheit wahrgenommen. Sie erkannten ihre Ebenbürtigkeit
an. Und statt sich weiter zu bekämpfen, schlossen sie eine dauerhafte
Freundschaft. Von diesem Augenblick an waren sie nahezu unzertrennlich. Sie
setzen sich gemeinsam für alle ein, die in Not waren, ganz gleich, ob Muggel
oder Zauberer.
Einige Jahre später erfuhr
Gryffindor, dass in seiner Heimat die Kluft zwischen Zauberern und Muggeln unüberwindlich
geworden war. Viele junge Zauberer kamen ums Leben, weil sie ihre Fähigkeiten
nicht nutzen konnten, und so den Muggeln zum Opfer fielen, die in ihrer Angst
vor der Magie dachten, Angriff sei die beste Verteidigung.
Das stimmte Gryffindor sehr traurig, denn er glaubte an ein friedliches
Zusammenleben von magischen und nicht-magischen Lebewesen. Er kehrte in die
Heimat zurück, um junge Zauberer auszubilden und zu erziehen. Gemeinsam mit
Helga Huffelpuff, Rowena Ravenclaw und Salazar Slytherin, drei großen Zauberern
dieser Zeit, gründete er Hogwarts, wo er einige Zeit lebte und lehrte. Sein
Freund, der Löwe bewachte Hogwarts und durchstreifte den Wilden Wald, um die
Schüler vor böswilligen Wesen zu schützen.
Aus dieser Periode stammt auch ein Pergament (vgl. „Archiv“), in dem er
seine Ansichten zum Lehrplan in Hogwarts zusammenfasste.
Als Godric Gryffindor alt
wurde, rief er eines Tages seinen Löwen zu sich. Die beiden verließen Hogwarts
und wurden nie wieder gesehen.
So ist das Ende des berühmten Zauberers und Wohltäters genauso mysteriös wie
seine Herkunft.
Gryffindors Wahlspruch lautete:
|
Noli animum demittere, si es verum Gryffindor. |
|
Verlier
niemals den Mut, wenn du ein wahrer Gryffindor bist. |
Ob auch Drachen lauern / in den finstren Mauern /
Gryffindors , wir weichen nicht zurück !
Stehen mit dem Schwerte / für die alten Werte /
Tapferkeit und Mut und etwas Glück !
Rot und Gold sind unsre Farben, Feind sei auf der Hut ! /
Freundschaft und Gerechtigkeit sind unser höchstes Gut !
Godrics Ruhm erstreben / unser ganzes Leben /
Und dabei den Hauspokal im Blick !
Sind auch düstre Zeiten, / die ich muss durchschreiten /
Stürzt auch vor mir jede Brücke ein /
Niemals werd ich schrecken / oder mich verstecken !
Dank des Löwen bin ich nicht allein /
Jeder noch so schrecklichen Gefahr, der lach ich ins Gesicht !
Weil ich Schüler Godrics bin, so fürchte ich mich nicht !
Und in allen Ehren / jeder soll es hören :
Ich bin stolz, ein Gryffindor zu sein !
Feinde, in die Schranken ! / Hogwarts wird nicht wanken ! /
Solang unser Gryffindor besteht !
Nichts wird uns bezwingen / oder niederringen /
Solang sich die Erdenkugel dreht !
Lasst uns in die Zukunft sehen, furchtlos voller Freud /
Andren Häusern Vorbild sein mit unsrer Tapferkeit /
Gryffindor von morgen / lasst uns dafür sorgen /
Dass dein schöner Glanz niemals vergeht !
(© redox, 2000) - Vielen Dank an redox!!!
The
Gryffindor anthem
Even if dragons lurk / want to do their gloomy work
Gryffindors, we don’t shrink back
We present the old worths / just with our swords
Braveness and courage and a bit of luck
Red and gold are our colours, enemy take care
Friendship and justice are our highest properties, of which you should be aware
Emulate for Godric’s fame / want to make our lives the same
Facing the house championship!
There
may be dark times / I must go through
No matter what happens, Godric, I follow you
I’ll never frighten / and I’ll never hide /
Thanks to the lion that I will fight /
Each danger, how terribly it may be,
I’ll face it laughing, that’s the Gryffindor in me
And honestly, everyone should hear:
I’m happy to be a Gryffindor and to know no fear!
Enemies,
there’s no matter / which would make Hogwarts stagger!/
As long as our Gryffindor exists!
There’s no force that will break us, / noone who could beat us
As long as the globe twists!
Let’s look into the future, fearless, full of joy
Be exemplary for the other houses with the courage, we employ
Gryffindor of tomorrow / come on, let’s take care /
That your beautiful brightness will ever be aware!
Noch
heute sind wir Gryffindors eine verschworene Gemeinschaft. Unser
Gemeinschaftsraum hallt wider von frohem Gelächter. In den Winkeln herrscht
Vertrautheit. Es werden Geheimnisse, Sorgen und Träume ausgetauscht. Hier
entstehen Freundschaften ohne Grenzen, weder räumliche noch altersbedingte.
Selten fällt ein böses Wort, sondern alle ziehen an einem Strang.
Auch
wir stehen für die Eigenschaften, auf die Godric Gryffindor viel Wert legte:
Mut, Tatkraft, Tapferkeit. Wir streben nach seinem pädagogisches Ziel, indem
wir als Muggel versuchen, die Kultur der Zauberer kennen zu lernen und zu
verstehen.
Wenn
es gilt ein Ziel zu erreichen, stehen wir fest zueinander, auch wenn es
aussichtslos scheint.
Wir
haben uns in der Tradition der alten Werte Gryffindors folgendes Motto zu eigen
gemacht...
Gryffindor - Allzeit bereit mit Mut und Tapferkeit.